Weihnachtstheater an der Fritz-Baur-Grundschule

„Es klopft bei Wanja in der Nacht“

Pünktlich zum Nikolaustag, am 06.12.2024, fand wieder das traditionelle Weihnachtstheater an der Grundschule Mimmenhausen statt: Frau Brüggemann, zum wiederholten Male zu Gast an der Grundschule, zauberte wieder ein berührendes Theater auf die Bühne! Es ist immer wieder erstaunlich anzusehen, wie es Frau Brüggemann schafft, als einzige Person auf der Bühne mit wenig, aber perfekt ausgesuchten Requisiten und Figuren, eine komplett fiktive Welt zum Leben zu erwecken: Da war nicht nur Wanja, der in einer einsamen Hütte mitten im kalten Winterwald lebt, sondern gleich drei weitere Akteure, die auf der Bühne agierten: Der Bär, der Fuchs und der Hase. Besonders beeindruckend: Den Hasen zauberte sie aus einem Paar weißer Fingerhandschuhe, gekonnt ineinander verschlungen – der perfekte Hase, wie aus Zauberhand zum Leben erweckt!

Die Kinder lauschten und schauten gebannt auf die kleine Bühne, die einen sogleich in Winterstimmung versetzte: „In langen Zapfen hängt das Eis, und rundherum ist alles weiß.“ Es schneite, der Wind pfiff, die Kälte kroch förmlich durch alle Ritzen des kleinen Winterhauses. Gleichzeitig gelang es Frau Brüggemann, die behagliche Wärme spürbar zu machen, die vom Holzofen ausgeht, in der knisternd ein warmes Feuer lodert: „Das Feuer zischt und prasselt laut, die Wärme geht bis unter die Haut.“ In dieser kalten Winternacht suchen die erwähnten Tiere Unterschlupf, um sich am warmen Ofen zu wärmen – der Hase jedoch fürchtet sich vor dem Fuchs, der Fuchs fürchtet sich vor dem Bären, und der Bär fürchtet sich vor dem Menschen. Aber vereint durch das gemeinsame Bedürfnis, sich einfach nur zu wärmen, bleibt jeder vor dem anderen verschont und alle Tiere gehen nach der kalten Nacht gewärmt und glücklich wieder in ihren Wald zurück – „manchmal gibt es sie halt doch, die Wunder, liebe Kinder!“

A. Kästle

Eine Woche Erlebnistrommeln an der Fritz-Baur-Schule

„Auch der kleinste Trommler kann 1000 Füße zum Tanzen bringen“

Freitag, 22.11.2024: In der Turnhalle Mimmenhausen herrscht geschäftiges Treiben und Aufregung: Ein Konzert der besonderen Art steht bevor! Alle 219 Grundschüler trudeln in die Turnhalle ein und reihen sich geübt an ihren Platz im vorderen Bereich der Turnhalle ein. Etwa 30 kleine Holzkisten stehen bereit – bei näherem Hinsehen erkennt das geübte Auge, dass es sich keineswegs um eine einfache Sitzgelegenheit handelt, sondern um eine Cajon, eine Trommel, die gespielt wird, indem man sich darauf setzt und die Seitenwände zum Klingen bringt. Herr Pfauch, gelernter Schlagzeug- und Percussionlehrer, steht geduldig und lächelnd am Rand und erwartet seine Schützlinge, denen er eine Woche lang die Basics des Trommelns beigebracht hat.

Pünktlich um 11.00 Uhr geht es los, die Klasse 3a eröffnet das Trommelkonzert passend mit dem Titel „We will rock you“ der Band Queen. Da bleibt kein Händepaar ruhig, es wird im Rhythmus mitgeklatscht und -gestampft, die ganze Halle schwingt mit im passenden Rhythmus! Herr Pfauch leitet die Schülerinnen und Schüler dezent von der Seite an, mehr ist gar nicht notwendig, so gut sind sie auf ihren Auftritt vorbereitet.

Frau Weißenrieder begrüßt alle Trommler, Eltern und das Kollegium treffend mit den Worten: „Auch der kleinste Trommler kann 1000 Füße zum Tanzen bringen.“ Und so bringt eine Klasse nach der nächsten ihr einstudiertes Lied auf die Bühne, es wird geklatscht, gestampft, gerufen, gepatscht zu rockigen Rhythmen. Der Funke springt permanent über, die Eltern haben ebenfalls sichtlich Freude daran, in das Geschehen mit einzustimmen, es wird gelacht, gefilmt, fotografiert und immer wieder kräftig applaudiert. Finanziert wurde das gesamte Projekt über das Förderprogramm „Lernen mit Rückenwind“ des Landes Baden-Württemberg.

Herr Pfauch scheint ganz in seinem Element und bringt die Erfahrung mit, die man braucht, um über 200 kleine Trommler so zu dirigieren, dass jeder weiß, was er tun muss. Die Übergänge gellingen reibungslos, und auch das Aufstellen und das Verteilen der bunten Röhren, der Boomwhackers, mit denen das Schlusslied gemeinsam gestaltet wird, klappt in kurzer Zeit. Begeistert erklingen zum Schluss 219 Boomwhackers als begleitende Akkorde zu dem Lied „Don’t worry“ – man spürt das verbindende Element der Musik, alle Kinder sind begeistert bei der Sache, bevor sich dann das Getümmel schnell auflösen muss, sodass auch die Buskinder pünktlich um 12.00 Uhr noch ihren Bus erwischen. „Glückliche, fröhliche Kinder“, sagt Herr Pfauch – in der Trommelwoche von allen nur „Uwe“ genannt -, das sei es, was ihn antreibe und von Schule zu Schule ziehen lasse, um die Schüler Teil des Erlebnistrommelns werden zu lassen. Ganz zum Schluss, als viele schon gegangen sind, kommt noch eine Schülerin vorbei und reicht Herrn Pfauch ein selbst gebasteltes Fähnchen mit der Aufschrift: „Uwe ist der Beste“. Und so endet der einwöchige Workshop für alle Teilnehmenden als ein ganz großes Erlebnis in der Gemeinschaft als Schule!

A. Kästle

Ausflug der zweiten Klassen zum Kindertheaterfestival nach Markdorf

Vergangenen Dienstag durften die Zweitklässler zu einem Ausflug nach Markdorf zum Kindertheaterfestival starten. Bereits früh am Morgen ging es für eine der drei Klassen mit Rucksack und Vesper zum Zug, die anderen beiden Klassen reisten mit dem Bus an. Große Aufregung herrschte vor der Stadthalle, hatten sich doch etliche Klassen und Gruppen der umliegenden Schulen und Kindergärten hier versammelt, um sich das Theaterstück „Knallwut – ein Hoch auf die Gefühle“ anzusehen. Besonders ging es bei dem Theaterstück um das Thema Wut, und wie mit dem Gefühl wohl am besten umzugehen sei – nicht immer ist es ja so ganz einfach, all seiner Gefühle Herr zu werden. So stellten riesige Knäuel aus Strängen und Fäden das Wirrwarr an Gefühlen dar, mit denen man als Kind so im Laufe der Zeit konfrontiert ist: Freude, Glücksgefühl, Traurigkeit, Aufgeregtheit, Angst und immer wieder die Wut. Wut, die sich manchmal schwer bändigen lässt und auch mal schlechte Laune macht. Dennoch: Ohne Gefühle wäre das Leben ganz schön langweilig! Am Ende waren sich alle einig, dass auch die Wut einfach zu den Gefühlen dazugehört und einen Platz braucht zwischen unseren Gefühlen, genauso wie Freude, Trauer, Glück oder Angst. Ein schöner Schultag außerhalb des Klassenzimmers im Wechselbad der Gefühle!

A. Kästle